Mit ihrem Besuch bei uns hat Umweltministerin Thekla Walker unseren Erweiterungsbau offiziell eröffnet. Für uns ist dies ein besonderer Meilenstein: Mit dem neuen Labor schaffen wir wichtige Voraussetzungen, um Photovoltaik-Technologien schneller zu entwickeln und gemeinsam mit Industriepartnern in die Anwendung zu bringen.

Feierliche Eröffnung des neuen Labors, Ministerin Thekla Walker durchschneidet das Band (v.l.n.r.: Umweltministerin Thekla Walker und ISC Vorstand Dr. Kristian Peter, im Hintergrund: Teile der Belegschaft des ISC)
Der Ausbau unseres Forschungszentrums wurde notwendig, weil zentrale Anlagen unseres bisherigen Labors nach über 15 Jahren intensiver Nutzung zunehmend an ihre technischen Grenzen stoßen. Gleichzeitig wächst weltweit der Bedarf an immer effizienteren Solarzellen, Modulen und Herstellungsprozessen.
Wir haben uns sehr gefreut, zur feierlichen Eröffnung zahlreiche Gäste aus Politik, Industrie, Forschung sowie Mitglieder, Beiräte und Wegbegleiter unseres Instituts begrüßen zu dürfen.
„Was das ISC in 20 Jahren aufgebaut hat, ist einzigartig“, sagte Dr. Damian Brunner (RENA) stellvertretend für unseren Beirat. „Eine Brücke zwischen Labor und echter Welt – mit fundiertem Fachwissen, das direkt in Produktionslinien weltweit wirkt.“
Neue Möglichkeiten für industrienahe Solarforschung
In unseren neuen Laborräumen erforschen wir hocheffiziente Solarzellen, Module und Herstellungsprozesse für die industrielle Produktion. Die neuen Anlagen ermöglichen es uns, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten deutlich schneller und unter realistischen Produktionsbedingungen durchzuführen.

Die Ministerin lässt sich Prozesse zur Herstellung von Solarzellen im neuen Labor des ISC erläutern
Beim Rundgang durch das Labor konnten wir unter anderem eine neue Nassbank des baden-württembergischen Maschinenbauunternehmens RENA, einen modernisierten Siebdrucker von ASYS, eine Sputteranlage von Von Ardenne für neue Zellkonzepte sowie einen Stringer von Mondragon zur Verschaltung von Solarzellen zu Modulen zeigen.
Damit können wir künftig den gesamten Entwicklungsprozess – von der Solarzelle bis zum fertigen Modul – in unserem Labor abbilden und gemeinsam mit Industriepartnern weiterentwickeln.
Technologie aus Konstanz in der Anwendung
Technologien aus unserer Forschung sind bereits heute in konkreten Anwendungen sichtbar. So erzeugen auf dem elektrisch betriebenen Fahrgastschiff MS Mainau installierte ZEBRA-Solarmodule Strom für den emissionsfreien Betrieb. Auf der Insel Reichenau wurde zudem ein Carport mit bifazialen BiSoN-Modulen realisiert, die Sonnenlicht von beiden Seiten nutzen und dadurch besonders hohe Energieerträge ermöglichen.
Auch international setzen Unternehmen wie Next2Sun auf unsere Expertise bei bifazialen Solarzellen für vertikale Solarkraftwerke.
Forschung für die Energiewende
„Unsere Forschung bringt die Energiewende voran“, sagt Dr. Kristian Peter, Vorstand des ISC Konstanz. „Mit den neuen Laboren können wir Entwicklungen schneller testen und gemeinsam mit Industriepartnern in die industrielle Anwendung überführen.“
Das Land Baden-Württemberg unterstützte Investitionen in neue Forschungsanlagen mit rund 8 Millionen Euro. Dafür sind wir sehr dankbar.

Gäste und Belegschaft bei der Labor-Eröffnung am ISC Konstanz mit Umweltministerin Thekla Walker (Mitte)
Mit dem neuen Labor stärken wir unsere Rolle als Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung – und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Innovationen aus Konstanz weltweit zur Energiewende beitragen.
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