In der Sonderbeilage „Klima & Energie“ des Staatsanzeigers Baden-Württemberg vom 18. September 2026 wirbt das ISC Konstanz gemeinsam mit seinen Partnern für eine Botschaft, die uns besonders wichtig ist: Die Energiewende ist nicht nur notwendig – sie ist technisch möglich, wirtschaftlich attraktiv und eine große Chance für Forschung, Industrie und Maschinenbau in Baden-Württemberg und Europa.

Mit unserer Anzeige wollen wir deshalb Mut zur Transformation machen. Die Technologien dafür sind vorhanden. Photovoltaik und Windenergie gehören heute zu den kostengünstigsten Möglichkeiten der Stromerzeugung, Elektrifizierung kann den Energiebedarf erheblich reduzieren und die heute verfügbare PV-Technologie ermöglicht bereits einen schnellen Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung.

Energiewende – made in THE LÄND: Warum wir jetzt handeln können

„Energiewende – made in THE LÄND“: Mit Partnern aus Forschung und Industrie wirbt das ISC Konstanz für eine schnelle Energiewende und eine starke Solarindustrie in Europa.

 

In unserer Anzeige formulieren wir drei zentrale Aussagen:

  • Weil E-Autos und Wärmepumpen so viel effizienter mit Energie umgehen als Öl, Gas oder Kohle, kann die Energiewende unseren Energiebedarf erheblich reduzieren.
  • Wind- und Sonnenenergie gehören heute zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Ein weitgehend elektrifiziertes, erneuerbares Energiesystem kann deshalb nicht nur Emissionen, sondern auch die weltweiten Energiekosten deutlich senken.
  • Die heutige PV-Technologie ist bereits leistungsfähig und kostengünstig genug, um einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Wir können sie jetzt schnell ausbauen.

Hintergründe zu den Aussagen:

Weniger Energie für den gleichen Nutzen

Ein wesentlicher Vorteil der Elektrifizierung wird häufig unterschätzt: Ein großer Teil der heute eingesetzten Primärenergie geht bei Verbrennung und Umwandlung als Wärme verloren. Elektromotoren und Wärmepumpen können die benötigte Energiedienstleistung wesentlich effizienter bereitstellen.

LLNL – Energy Flow Charts

Energieflüsse in den USA 2024: Das Sankey-Diagramm des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) zeigt, woher die eingesetzte Energie stammt, wofür sie genutzt wird und welcher Anteil als Umwandlungsverlust („Rejected Energy“) anfällt.

Anschaulich zeigen dies die Energieflussdiagramme des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL). Für die USA 2024 stellen sie Energiequellen, Endanwendungen und die erheblichen Umwandlungsverluste des heutigen Energiesystems gegenüber. (Quelle: Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), U.S. Energy Flow Chart 2024; Datenbasis: U.S. Department of Energy / Energy Information Administration.)

Solarenergie ist längst eine wirtschaftliche Technologie

Eine 2023 in Nature Communications veröffentlichte Untersuchung zur weltweiten Entwicklung der Solarenergie kommt zu dem Ergebnis, dass die Kombination aus technologischem Fortschritt, Lernkurven und stark gesunkenen Kosten einen globalen Wendepunkt zugunsten der Solarenergie ausgelöst haben könnte. Die Autoren modellieren, dass Solarenergie unter den untersuchten Rahmenbedingungen langfristig zur dominierenden Technologie der weltweiten Stromerzeugung werden kann. Gleichzeitig weisen sie auf verbleibende Herausforderungen hin – unter anderem Netzintegration, Finanzierung und Lieferketten. (Quelle: Nijsse, F. J. M. M. et al. (2023): The momentum of the solar energy transition. Nature Communications 14, 6542.)

Weltkarten zeigen die Stromerzeugungstechnologie mit den niedrigsten modellierten Stromgestehungskosten in 70 Weltregionen für 2020, 2023, 2027 und 2030. Solarenergie wird im Zeitverlauf in immer mehr Regionen zur günstigsten Technologie.

Solarenergie auf dem Weg zur kostengünstigsten Stromquelle: Die Studie „The momentum of the solar energy transition“ zeigt anhand von 70 Weltregionen, wie sich die jeweils günstigste Stromerzeugungstechnologie im Modell zwischen 2020 und 2030 verändert. Der größte Wandel findet zwischen 2020 und 2027 statt – zugunsten der Photovoltaik.

Ein erneuerbares Energiesystem kann auch wirtschaftlich günstiger sein

Wie groß der Effizienz- und Kosteneffekt einer umfassenden Transformation sein könnte, untersucht eine Studie von Mark Z. Jacobson und Kollegen für 145 Länder. In den dort modellierten Szenarien mit Wind-, Wasser- und Solarenergie, Speichern und Effizienzmaßnahmen sinkt der weltweite Endenergiebedarf gegenüber dem Referenzsystem um rund 56 %. Die privaten jährlichen Energiekosten sinken im Modell von 17,8 auf 6,6 Billionen US-Dollar – also um rund 11 Billionen US-Dollar pro Jahr. Die Autoren modellieren darüber hinaus erhebliche zusätzliche Einsparungen durch vermiedene Gesundheits- und Klimaschäden.

Die Studie ist ein Szenario für ein vollständig transformiertes Energiesystem und keine Prognose. Sie zeigt jedoch, welches wirtschaftliche Potenzial aus Elektrifizierung, höherer Effizienz und erneuerbaren Energien entstehen kann. (Quelle: Jacobson et al.: „Low-cost solutions to global warming, air pollution, and energy insecurity for 145 countries“, Energy & Environmental Science (2022))

Maschinenbau und Industrie zusammenbringen

Genau hier setzt die Arbeit des ISC Konstanz an. Wir entwickeln Solarzellen, Module und Produktionstechnologien für die industrielle Anwendung. Gemeinsam mit unseren Partnern bringen wir Forschung und Maschinenbau zusammen und arbeiten daran, dass innovative PV-Technologien nicht nur im Labor entstehen, sondern industriell umgesetzt werden können.
Für uns ist die Energiewende deshalb auch eine industrielle Chance: für Innovation, technologische Kompetenz und Wertschöpfung in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa.
Mache, net schwätze.

[Sonderbeilage „Klima & Energie“ des Staatsanzeigers vom 18. September 2026 als pdf zum Download]