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EcoSolar

  • Förderer: EU-Rahmenprogramm Horizont 2020 für Forschung und Innovation
  • Förderkennzeichen: Grand agreement no. 679692
  • Gesamtfördervolumen: 5.642.707,75 €
  • Fördervolumen: 548.700,00 € (Anteil des ISC Konstanz)
  • Laufzeit: 10/2015 bis 09/2018
  • Konsortium: ISC Konstanz, SINTEF (Trondheim, Norwegen, Koordinator), Norsun (Årdal, Norwegen), SoliTek (Vilnius, Litauen), Appolon Solar (Lyon, Frankreich), Garbo (Cerano, Italien), BCC (Bleiswijk, Niederlande), bifa Umweltinstitut (Augsburg, Deutschland), AIMEN (Porriño, Spanien), Steuler Solar (Porsgrunn, Norwegen), Ingesea (Elgoibar, Spanien)
  • Offizielle Projektseite: http://ecosolar.eu.com
     

Ziele

Das Hauptziel des Projekts EcoSolar besteht darin, den Verbrauch von Rohmaterialen bei der Herstellung von Solarmodulen zu verringern. Dabei soll der CO2 -Fußabdruck von Modulen aus multikristallinem Silizium (höchster Marktanteil) um 30 % reduziert werden. Für Module aus höchst effizienten monokristallinen Solarzellen soll der CO2 -Fußabdruck um 25 % reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Vielzahl von technischen Maßnahmen ergriffen:

  1. Ausgangsmaterialien, die bisher in der Solarmodulfertigung als Abfallstoffe behandelt worden sind, werden recycelt. Dazu gehören
     
    • Argon, das in den Öfen zur Gussblockherstellung benötigt wird,
    • Schmelzformen,
    • Siliziumstaub, der beim Zusägen der Wafer anfällt, und
    • Reinstwasser, das bei der Zellherstellung benötigt wird.
       
  2. Der Rohstoffverbrauch wird reduziert, zum Beispiel durch
     
    • die Entwicklung neuartiger Prozesse mit geringerem Chemikalienverbrauch bei der Zellherstellung,
    • die Anpassung des Designs der Metallkontakte auf der Zelle, um Silber einzusparen,
    • die Entwicklung rahmenloser Module, um Aluminium einzusparen, und
    • die Entwicklung von Solarmodulen, deren Rückseite ebenfalls von Glas bedeckt ist, sodass auf Verkapselungsmaterial wie EVA (Ethylenvinylacetat) oder PVF (Polyvinylfluorid) verzichtet werden kann.
       
  3. Schließlich wird der Recyclingprozess vereinfacht. Die aktuelle Generation von Solarmodulen lässt sich nur sehr aufwendig recyceln. Im Rahmen des Projekts sollen deshalb Module entwickelt werden, die ohne Verkapselung auskommen (siehe vorheriger Punkt). So können ausgediente Module viel einfacher in ihre Bestandteile (Zellen, Glas, elektrische Kontakte etc.) zerlegt und diese jeweils recycelt oder wiederverwendet werden.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines „Solarzellen-Doktors“, d. h. eines voll automatisierten Systems, das Defekte an fertigen Solarzellen erkennt und in der Lage ist, diese ggf. zu reparieren.

Beschreibung

Hinter dem EcoSolar-Projekt steht die Vision einer integrierten Wertschöpfungskette, in der Solarmodule auf möglichst ressourcenschonende Weise hergestellt und installiert werden. Dabei spielen die Wiederverwendung von Rohmaterial und die Recycelbarkeit der Module an ihrem Lebensende eine entscheidende Rolle.