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ABGESCHL. PROJEKTE

CoSSMic (Collaborating Smart Solar-Powered Microgrids)

  • Förderer: EU Framework Programme FP7 for Research and Innovation
  • Förderkennzeichen: FP7 project no. 608806
  • Fördervolumen: 625.000,00 € (Anteil des ISC Konstanz)
  • Laufzeit: 10/2013 bis 09/2016
  • Konsortium: ISC Konstanz, SINTEF, Stadt Konstanz, Seconda Università degli Studi di Napoli, Provinz Caserta, Universität Oslo, Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens, Sunny Solartechnik, Boukje.com
  • Offizielle Projektseite: http://cossmic.eu
     

Ziele

Abhängig von Wetter und Tageszeit produzieren Photovoltaik- und Windkraftanlagen stark schwankende Strommengen. Deshalb sind Netzbetreiber verpflichtet, flexible Backup-Systeme bereitzuhalten, um Fluktuationen auszugleichen. Die meisten dieser Systeme in Europa basieren derzeit auf Kohle- und Kernkraft, sodass sie den positiven Effekten der erneuerbaren Energien entgegenwirken. Das CoSSMic-Projekt soll dazu beitragen, den Bedarf an solchen konventionellen Backup-Systemen zu senken.

Dazu entwickeln die beteiligten Forscher intelligente Mikronetze für Haushalte und virtuelle Nachbarschaften, die möglichst viel der erzeugten Photovoltaik-Leistung selbst verbrauchen. Im großen Maßstab eingesetzt, bieten solche Mikronetze mit ihren lokalen Stromspeichern viele Vorteile:

  • Der Bedarf an Strom aus fossilen und nuklearen Backup-Systemen wird gesenkt.
  • Große Energieunternehmen können ihre Stromlieferungen besser planen, da sich die erzeugte Leistung genauer voraussagen lässt.
  • Transferkosten und Investitionen ins Netz werden gesenkt.
  • Private Stromerzeuger sparen Stromkosten und haben mehr Kontrolle darüber, wie der erzeugte Strom genutzt wird.
     

Beschreibung

Das CoSSMic-Projekt soll es privaten Stromerzeugern ermöglichen, einen höheren Anteil des erzeugten Stroms (mindestens 50 %) für den Eigenbedarf zu nutzen. Dazu werden die beteiligten Forscher ein innovatives System entwickeln, das auf Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) basiert und das die Energieerzeugung, den Energieverbrauch und die Speichernutzung in Mikronetzen autonom steuert.

Ein Mikronetz umfasst in der Regel eine intelligente Wohnanlage oder ein Bürogebäude. Es erzeugt und speichert lokal Solarstrom und ist an mehrere Verbraucher angeschlossen. Auch Elektrofahrzeuge können nach Belieben angeschlossen werden, da ein variables Speichervolumen möglich ist. Das Projekt sieht vor, dass sich verschiedene Mikronetze innerhalb einer virtuellen Nachbarschaft unmittelbar untereinander und gemeinsam mit dem öffentlichen Versorgungsnetz austauschen. Dabei werden sowohl Informationen als auch überschüssiger Strom und verfügbare Speicherkapazität gemeinsam genutzt. Um Fluktuationen bei der Einspeisung zu verringern, wird das System die Nutzung der verschiedenen Energiequellen und ‑verbraucher in der Nachbarschaft optimieren.

All dies muss individuellen Vorgaben der Hausbesitzer entsprechen und relevante Informationen berücksichtigen, wie etwa den Input von Wetterstationen und Wettervorhersagen sowie die Gewohnheiten und Vorhaben der Bewohner. Das Verhalten der Mikronetze soll dabei dem Belohnungsprinzip folgen. Jene Verbraucher werden finanziell belohnt, die bereit sind, ihre Ressourcen zu teilen und gemeinsam zusammenzuarbeiten, um das Stromnetz als Ganzes zu optimieren.