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ABGESCHL. PROJEKTE

PVScan (Evaluationsforschung zur Qualitätssicherung und -bewertung von PV-Modulen im Solarpark)

  • Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
  • Förderkennzeichen: 0325588C
  • Fördervolumen: 397.007,00 € (Anteil des ISC Konstanz)
  • Laufzeit: 08/2013 bis 07/2017
  • Konsortium: ISC Konstanz; TÜV Rheinland AG; RWTH Aachen, ISW, Prof. Steland
     

Ziele

Das Forschungsvorhaben PVScan befasst sich mit der Untersuchung und Verbesserung der Langlebigkeit von Solarmodulen auf Basis von c-Si-Technologie. Alterungs- und Charakterisierungstests im Labor­maßstab zeigen, dass PV-Module generell das Potenzial besitzen, 25 Jahre und länger zuverlässig Strom zu produzieren. Heutige Leistungsgarantien und Zertifizierungsverfahren bilden aber Lebensdauern über 25 Jahre nicht ab. Das PVScan-Projekt befasst sich mit Modulproduktion, PV-Großinstallationen, Labortests, Zertifizierungsverfahren und Versicherungsleistungen mit dem Ziel, die Langlebigkeit von Solarmodulen zu erhöhen und dadurch die Kosten für regenerativ erzeugten Strom zu senken.

Die Ziele des Forschungsprojekts umfassen:

  • Evaluierung von Charakterisierungsmaßnahmen in der Solarmodulmassenproduktion
  • Untersuchung von Solarmodulen in PV-Großinstallationen
  • Entwicklung von mobilen EL- und IR-Messverfahren für Installationsinspektionen
  • Ausarbeitung von Vorschlägen für die deutsche Industrie zur Maximierung der Produktlebensdauer von Solarmodulen
  • Entwicklung statistischer Modelle und Werkzeuge
  • Vorschläge zur Überarbeitung gegenwärtiger PV-Versicherungsprodukte
     

Beschreibung

Die Projektarbeit findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Zunächst wird die Massenfertigung bei einem deutschen Modulhersteller in Audits analysiert. Die qualitätssichernden Maßnahmen, wie etwa Charakterisierung und Fehlerkataloge, werden dokumentiert und Informationen über Reklamationen werden gesammelt.

Parallel dazu untersuchen die Forschungspartner bei fünf großen PV-Installationen die Modulqualität und Modulleistung, wobei sich die Installationen über das komplette Bundesgebiet erstrecken und unter­schiedlichen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind. Zum einen unterziehen die Forscher ausgewählte Modulstrings der PV-Anlagen einem kontinuierlichen Monitoring und zum anderen wählen sie stichprobenartig mehrere Hundert Solarmodule aus, die einer genauen Analyse mit mobilen EL- und IR-Verfahren unterzogen werden. Die mobilen Messgeräte werden im Projekt entwickelt. Als Basis für die Messungen dienen speziell entwickelte statistische Modelle.

Neben der Messung im Feld stellt das ISC Konstanz Testmodule her, die typische Fehlermerkmale aufweisen. Bei verlängerten Alterungstests sollen die Testmodule Vorhersagen über die Langzeitdynamik der Solarmoduldefekte ermöglichen, die am häufigsten auftreten.

Durch das Zusammenführen aller gesammelten Informationen und Ergebnisse werden ein Maß­nahmen­katalog für Solarmodulhersteller und Empfehlungen für PV-Versicherer ausgearbeitet.